
Ausdrucksmalen
Körperbezogenes Ausdrucksmalen ist eine ganzheitliche, prozessorientierte Ausdrucksweise. Nicht das fertige Werk, sondern der Weg dahin steht im Vordergrund. In einer Einstimmung mit einfachen Köperübungen werden die Sinne für das Ausdrucksmalen geöffnet und die Wahrnehmung für das eigene Innere und Äussere sensibilisiert. Dadurch kann das freie Malen echt geschehen.
Erlebnisse und Erfahrungen im eigenen Leben hinterlassen Spuren in unserer Seele und in unserem Körper. Mit dem körperbezogenen Ausdrucksmalen können kostbare Erinnerungen, wie auch gegenwärtige Themen auf dem Bild zum Ausdruck kommen.
Erwachsene wie auch Kinder entdecken durch regelmässiges Malen im Atelier die reiche Welt der inneren Bilder wieder neu. Gefühle werden zu Farben und Gestalten, die auf fast unbegrenztem Papier den nötigen Raum bekommen. Sie werden zu einem Gegenüber, mit dem wir uns auseinandersetzen können. Durch das Malen wird die eigene Kraft der Fantasien und Wünsche spürbar. Spielerisch arbeiten die Malenden an ihren Formen und Themen, suchen Lösungen, probieren aus und können so den eigenen Ausdruck finden.
Als Maltherapeutin begleite und ermutige ich die Malenden in ihrem schöpferischen Tun. Die Bilder werden als persönlicher Ausdruck respektiert und in ihrer Einzigartigkeit angenommen. Sie werden weder psychologisch noch künstlerisch gewertet.
Ausdrucksmalen für Kinder & Erwachsene
Das regelmässige Ausdrucksmalen eignet sich in allen Lebenssituationen. Es fördert und unterstützt in folgenden Bereichen:
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Kreativität und Fantasie
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Ausdrucksfähigkeit
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Selbstwahrnehmung und –Reflektion
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Persönlichkeitsentwicklung
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Grob- und Feinmotorik
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Positives Selbstwertgefühl
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Konzentration
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Lernfähigkeit
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Soziale Integration
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Ausgleich zum oft hektischen Alltag
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Innere Blockaden
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Zeitinsel für sich
Ablauf einer Malsequenz
Wir beginnen die Malsequenz mit einfachen Atem- und Körperübungen. Damit bereiten wir Körper und Seele aufs Malen vorbereitet. Der oft fordernde Alltag kann dadurch hinter sich gelassen werden und die Sinne werden geweckt für das Hier und Jetzt.
Der Hauptteil bildet das Malen. Gemalt wird vorwiegend stehend an der Wand mit Pinsel oder Fingerspitzen auf grossformatigen Papierbögen. Das entstehende Bild ist bis zur Fertigstellung eine dauernde Auseinandersetzung mit sich selbst. Alle aufkommenden Gefühle haben Platz im Atelier und unterstützen den Prozess. Die Bilder werden weder gewertet noch interpretiert.
Der Abschluss der Malsequenz bildet ein kurzer Austausch. Die Malenden erhalten die Gelegenheit sich über ihre aktuelle Befindlichkeit und das Erlebte zu äussern. Damit gewinnen sie Abstand zum eigenen Bild und können wieder in den Rhythmus des Alltags zurückkehren.
